6. Rolle der Pädagogen

Vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter. Kapitel 6 als PDF-Download Lernen ist mehr als Informationsaufnahme und Lehren ist mehr als Inhalte zu vermitteln, einzuüben und zu bewerten. Aus der Perspektive der Potenzialentfaltung besteht die Aufgabe der Lehrenden darin, Gelegenheitsstrukturen zu schaffen, in denen Schüler und Schülerinnen eigene Wege des Wissenserwerbs durchlaufen, Kompetenzen entwickeln und ihre individuellen Fähigkeiten entfalten können. Lehrer werden zu inspirierenden Dialogpartnern, herausfordernden Begleitern und ermutigenden Unterstützern. Barbara Stockmeier “Die neue Rolle des Lehrers” für Schule im Aufbruch from Schule im Aufbruch on Vimeo. Videostatement Barbara Stockmeier, Lehrerin
“Unser altes System macht Lehrer, häufig gegen ihre Überzeugung, zu Defizit-Nachweisern. Die Qualität der modernen Schule zeigt sich hingegen in einer Schatzsucher-Mentalität: Sie entdeckt und entwickelt in Allen Potenziale und schafft Gelegenheiten, die jeweiligen Qualitäten in sinnvolle Kontexte einzubringen.” Margret Rasfeld, Schulleiterin

Inhalt:

1. Rolle der Pädagogen – vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter 1.1. Der Lehrer als Tutor, Coach und Gestalter von Erfahrungsräumen 1.2. Die neuen Rollen und Aufgabenbereiche für Pädagogen 2. Beispiele und Möglichkeiten 2.1 Tutorensystem an der ESBZ 2.2 Filme zum Tutorengespräch 2.3 Was zeichnet den Lehrer als Coach aus? 1. Rolle der Pädagogen – vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter In der tradierten Schule besteht die zentrale Aufgabe der Lehrenden darin, Wissen didaktisch so aufzuarbeiten, dass es an die Schülerinnen und Schüler weitergegeben werden kann. Lernen wird als Informationsaufnahme verstanden. Der Lehrplan und die Schulbücher definieren die jeweiligen Lernziele und Lerninhalte. Die zentrale Rolle der Lehrenden ist es, diese Inhalte zu vermitteln, mit den Lernenden einzuüben und anhand eines bestimmten Wissenskanons Ihre Leistungen zu bewerten. Im lehrplanzentrierten Unterricht bringen die Lehrenden das Wissen mit und die Schüler arbeiten entsprechend ihrer Vorgaben. Eigene Wege der Wissensaneignung sind kaum möglich. Die Rolle eines Vermittlers von festgelegten Inhalten, Lernwege und Lernzielen lässt wenig Raum für die Wahrnehmung individueller Befindlichkeiten und Fähigkeiten der Schüler. Auch die klassische Organisationsstruktur von Schule erschwert die Entwicklung von vertrauensvollen Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden. Ein Lehrerwechsel im 45-Minuten-Takt gekoppelt an separierte Unterrichtseinheiten, fördert die Anonymisierung. Viele Lehrer und Schüler sehen sich nur 2 x 45 Minuten in der Woche. Eine derartige Arbeitsstruktur eignet sich nicht für verbindliche Zusammenarbeit. Der tradierte Unterricht richtet sich an einen „durchschnittlichen“ Lernenden. Daran koppelt sich die Gefahr einer Defizitperspektive, die dann entsteht, wenn Lernende nicht in die vorgegebenen Lern-Raster passen. Dies kann sich auch auf die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden auswirken: Angst und Macht können dann diese Beziehung prägen. Ein Lehrer, der Kinder instruieren und ihre Leistung bewerten muss, kann nur begrenzt eine vertrauensvolle Beziehung zu diesen aufbauen. Die moderne Lernforschung weiß jedoch, dass gelingende Lernprozesse an gute Beziehungen gekoppelt sind. Angst ist ein schlechter Lernbegleiter. Unter Druck erworbenes Wissen lässt sich zwar kurzfristig abspeichern und abrufen, nicht aber kreativ weiterentwickeln und mit neuen Erkenntnissen verknüpfen.
„Wenn man heute mit Angst unterrichtet, dann kann es zwar sein, dass das Gelernte hängen bleibt, aber man hat beim Unterricht auch gleichzeitig dafür gesorgt, dass der Betreffende mit dem Gelernten nichts wird anfangen können: Wenn nämlich das Gelernte eines Tages abgerufen wird, dann geht dabei wegen der mit abgerufenen Angst die Kreativität in den Keller. Was immer auch unterrichtet worden ist, es taugt nichts im Hinblick auf das Lösen von Problemen. Aber alle sind sich doch einig, dass man heutzutage den jungen Leuten keine Fakten mehr einbläuen will, sondern sie stattdessen fit machen möchte, später, wenn sie erwachsen sind, sehr gut Probleme lösen zu können. Denn Probleme wird es genug geben! Wenn man das aber wirklich ernst meint, dann darf man nicht mit Angst unterrichten! Angst hat in Schulen nichts verloren!“ Manfred Spitzer, Psychiater, Hirn- und Lernforscher Quelle: Prof. Dr. Manfred Spitzer, Psychiater und Lernforscher im Gespräch mit Nicole Ruchlak

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1.1. Der Lehrer als Tutor, Coach und Gestalter von Erfahrungsräumen Wissen steht heute in nahezu unbegrenztem Umfang zur Verfügung. Im Internet lässt sich jede Information finden, die für den Unterricht gebraucht wird. Damit verändert sich die Rolle des Lehrers: Er ist nicht mehr Verwalter von Wissen, sondern hilft, Wege zu finden, wie man sich Wissen erarbeiten und mit diesem umgehen kann. Aus der Perspektive der Potenzialentfaltung hat er nicht mehr die Aufgabe zu erklären, wie etwas besser geht. Vielmehr schafft er Gelegenheitsstrukturen, in denen Schüler individuelle Wege des Wissenserwerbs durchlaufen, und in denen sie ihre jeweiligen Interessen und Fähigkeiten entwickeln und erproben können. Voraussetzung hierfür ist, dass Lehrer Vertrauen in die Potenziale und die Gestaltungskraft eines jeden Schülers haben und bereit sind, individuelle Entwicklungsprozesse zu akzeptieren. Die neue Rolle der Lehrenden entspricht dem Perspektivenwechsel vom lehrplanzentrierten zum lernerzentrierten Denken und Arbeiten: Nicht die Erfüllung des Lehrplans sollte das primäre Ziel sein, sondern die individuelle Entwicklung eines jeden Schülers. Jeder hat unterschiedliche Stärken, Arbeitsgeschwindigkeiten und Motivationsphasen. Daher müssen die Schüler als Individuen mit unterschiedlichen Voraussetzungen gesehen und respektiert werden. Die Kultur der Potenzialentfaltung berücksichtigt unterschiedliche Erfahrungsräume, individuelle Lernwege und die physische und soziale Welt der Lernenden.

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1.2. Die neuen Rollen und Aufgabenbereiche für Pädagogen Als Potenzialentfaltungscoach glaubt der Lehrer an die Fähigkeiten eines jeden Schülers und hilft ihm, seinen persönlichen Weg zu finden. Er sorgt für eine vertrauensvolle und wertschätzende Atmosphäre, in der sich jedes Kind sicher fühlen und seine individuellen Wege im Umgang mit der Welt erproben und umsetzen kann. Er ist in der Lage, die Kinder für Themen zu begeistern und inspiriert durch sein authentisches Vorleben. Er schafft bewusst vielseitige Gelegenheitsstrukturen, in denen die unterschiedlichen Potenziale der Lernenden sichtbar werden und sich entfalten können. Als Tutor, Berater, Lernbegleiter ist der Lehrer Dialogpartner, ermutigender Unterstützer und herausfordernder Begleiter für die Lernprozesse der Kinder. Er unterstützt seine Schüler dabei, ihre eigenen Lernwege zu finden, z.B. indem er mit ihnen individuelle Lernziele vereinbart und methodische Hilfestellung gibt. Dazu gehört unter Umständen auch die Unterstützung bei der Lösung persönlicher und sozialer Probleme. Als Gestalter von Lernumgebungen schafft er die strukturellen Voraussetzungen dafür, dass die Schüler selbstbestimmt ihre individuellen Lernprozesse gestalten. Er definiert den Rahmen, in dem verschiedene Wege des Wissenserwerbs und damit verbundene Erfahrungen möglich sind. Dieser Rahmen ermöglicht den Schülern Gestaltungsfreiheit und hilft ihnen gleichzeitig, sich zu orientieren. Als Lernender legt er die Aura der Allwissenheit und und die damit verbundene Distanz zu seinen Schülern ab. Er kultiviert eine offene Kommunikation und ist bereit, sich gemeinsam mit den Schülern immer wieder auf unbekannte Themen einzulassen und dabei auch neue Perspektiven auf Vertrautes zu entwickeln. Er ist offen für die verschiedenen Lebenswelten der Kinder. Indem er seine persönliche Beziehung und Fragestellung zum Lerninhalt aufzeigt, ermöglicht er den Schülern, selbst aktiv zu werden und ihre eigenen Beziehungen zu den Inhalten zu finden. Als Team-Player agiert der Lehrer nicht mehr als Einzelkämpfer in abgegrenzten Unterrichtseinheiten und separierten Schulfachstrukturen. Er erarbeitet sich vielmehr die Strukturen und Arbeitsmaterialien für Lernsettings gemeinsam mit seinen Kollegen. Er bespricht mit ihnen die Entwicklungsprozesse der Schüler und vereinbart gemeinsame Hilfestellungen. Er evaluiert seine Arbeit im Team und entwickelt sie im Rahmen der Schulgemeinschaft weiter. Er kultiviert eine wertschätzende Feedback-Kultur und trägt bewusst dazu bei, die Schule als eine lebendige und lernende Organisation zu gestalten, mit der er sich identifiziert und an der er sich wohl fühlt. Als Partner der Eltern bezieht er die Eltern bei der Begleitung der Kinder mit ein. Durch regelmäßige Gespräche mit den Eltern verschafft er sich einen differenzierten Blick auf seine Schüler. Gemeinsam mit seinen Kollegen als Lehrerteam stärkt er durch regelmäßige Elternabende, öffentliche Projektpräsentationen, Vorträge etc. die Beziehung zwischen Lehrenden und Eltern kontinuierlich.
“Jahrgangsmischung ist die natürlichste Form des Lernens und Zusammenlebens. Jede/r kann was! Jede/r kann anderen etwas vermitteln. Jede/r kann von anderen lernen.” Margret Rasfeld

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2. Beispiele und Möglichkeiten 2.1 Tutorensystem an der ESBZ An der Evangelischen Schule Berlin Zentrum hat jede Klasse zwei Klassenlehrer. Jeder ist für eine Hälfte der Schüler als Tutor zuständig. Beide führen regelmäßige Einzelgespräche mit ihren Tutanden, in denen sie sich über deren jeweiligen Arbeitsstand austauschen, Vorhaben besprechen, die Weiterarbeit strukturieren und Vereinbarungen treffen. Auf diese Weise bekommen die Lehrenden differenzierte Einblicke in die Arbeitsprozesse der Schüler und können diese individuell unterstützen. Die Schüler reflektieren wiederum regelmäßig ihren Entwicklungsstand und lernen, ihre Vorhaben und Ziele zu artikulieren. Tutor und Tutand arbeiten wertschätzend zusammen, geben sich gegenseitig Anregung und entwickeln sich konsequent weiter. Wenn ein selbstgestecktes Ziel nicht erreicht wurde, überlegen sie gemeinsam, woran dies liegen könnte und vereinbaren konkrete Schritte, um die Situation zu verbessern. Auch Kritik hat ihren Raum in den Tutorengesprächen: Ohne den Druck bewertet zu werden oder andere zu bewerten kann Kritik ausdifferenziert werden und zur persönlichen Entwicklung der Schüler beitragen. Auch bei persönlichen Problemen können sich die Kinder bei den Tutoren Rat holen. Auf diese Weise entsteht eine vertrauensvolle Beziehungsebene, die in einer frontalen Unterrichtssituation im 45-Minuten-Takt nicht möglich wäre. Für die Tutorengespräche verfügt jeder Tutor und jede Tutorin über ein bestimmtes Zeitkontingent. Während dieser sogenannten Studierzeiten arbeiten die anderen Schüler selbstständig: Sie widmen sich Hausaufgaben, lernen Vokabeln oder machen Logbucheinträge. Wir erleben, dass die Kinder es als große Wertschätzung empfinden, dass ihr Lehrer Zeit für sie hat. Sie sagen auch nie: „Frau Soundso ist meine Lehrerin“, sondern: „Sie ist meine Tutorin“. Durch die Tutorengespräche nehmen die Lehrer wirklich jedes einzelne Kind wahr, merken, wenn ein Schüler beispielsweise ein bisschen stiller oder auch unruhiger ist, und können dann nachfragen. „Die Lehrer wissen, wie ich ticke, auch was ich nicht so gut kann und wo man mich noch stützen muss“, sagt Martha aus Jahrgangsstufe 9. Und Nicolas, der zum Gründungsjahrgang gehört, meint sogar: “Die Lehrer an dieser Schule sind anders als an anderen Schulen. Sie sind uns viel näher. Auf dem Gymnasium, auf dem ich vorher war, wusste man den Namen, man wusste, wie der Lehrer aussieht, aber ansonsten hat man ihn nicht kennengelernt. (…) Wenn ein Ziel nicht erreicht wird, überprüfen die Tutoren, woran es liegt und vereinbaren konkrete Schritte zur Verbesserung. Wenn jemand sich beispielsweise leicht ablenken lässt , überlegen wir, wie die Lernumgebung geändert werden kann. Die Schüler müssen dabei auch immer selbst Vorschläge machen. Es kann sein, dass die Schulwoche schlecht gewesen ist, der Tutand aber ein wunderbares Klaviervorspiel hatte – das wird natürlich in der Stolzecke des Logbuches vermerkt. Auch bei persönlichen Schwierigkeiten holen sich die Kinder bei ihren Tutoren Rat, die Gespräche finden für sie sozusagen auf neutralem, sicherem Boden statt.“ Quelle: Margret Rasfeld, “EduAction”, 2012, Murmann Verlag, Seiten 105-106

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2.2 Filme zum Tutorengespräch Im regelmäßig stattfindenden Tutorgespräch reflektiert der Tutant (Schüler oder Schülerin) mit dem Tutor (Lehrer) seine Arbeitswoche, Lernfortschritte, Schwierigkeiten, Ergebnisse und Ziele. Gemeinsam entwickeln sie weitere Arbeitsschritte sowie individuelle Lösungsstrategien bei auftretenden Schwierigkeiten. Der folgende Film zeigt ein Tutorgespräch zwischen einer Schülerin und ihrer Tutorin an der esbz. Zudem lässt der Film eine Lehrerin zu ihrer Rolle im Tutorgespräch sowie verschiedene Schüler zu ihren Erfahrungen mit dem Tutorgespräch zu Wort kommen. Das Tutorgespräch – Der Film from Schule im Aufbruch on Vimeo. Das vollständig dokumentierte Tutorgespräch finden Sie hier: Das Tutorgespraech Dokumentation from Schule im Aufbruch on Vimeo.

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2.3 Was zeichnet den Lehrer als Coach aus? Andrea Scheer, Gymnasiallehrerin und Coach an der school for design thinking am HPI in Postdam beschreibt dies wie folgt: Die Rolle des Coaches in der Design Thinking Projektarbeit. Neben der Arbeit in Teams mit einer optimalen Größe von 5-7 Mitgliedern spielt der Coach eine wesentliche Rolle in der Design Thinking Projektarbeit. Diese Rolle ist abhängig von der Situation und der Stimmung in der sich das Team gerade befindet. Der Coach braucht daher in erster Linie ein großes Maß an Empathie mit seinem Team, um dann entsprechend reagieren zu können. Unterschiedlichste Formen der Intervention werden vom Coach verlangt, angefangen von Konfliktmanager, Organisator, Kontrolleur, Experte, Diplomat, Stratege, Psychologe – Kompetenzen die einen guten Projektleiter ausmachen. Diese Kompetenzen werden auch Lehrern abverlangt, wenn sie effektiv mit ihren Schüler(teams) arbeiten wollen (siehe dazu Autenrieth 1996). Um den Projektteams optimale Arbeitsbedingungen zu geben, die weder einschränken noch zu chaotisch sind, ist es wichtig, eine Balance zwischen Struktur und Freiheit zu finden. Dies erreicht der Coach mit einer Mischung aus Instruktion (kurze Input und Impulsvorträge, grobe Zeitpläne entlang der Prozessschritte des Design Thinking, Templates und Vorlagen für Übungen und Dokumentationen) und Konstruktion (die Projektteams gestalten im Rahmen der Prozessphasen ihre Arbeit selbst, orientiert an dem was sinnvoll für das Projektziel, der Lösung eines Problems, ist – Recherchieren, Standpunkt festlegen, Ideen generieren, Prototypen bauen etc.). Die traditionelle Rolle des Lehrers als Vermittler enzyklopädischen Wissens und die Absorption durch den Lerner (Gruschka 2011), wird somit nicht eliminiert, sondern durch den Faktor der Selbstbestimmung und Produktivität der Schüler ergänzt. Der Input des Lehrers ist Angebot an die Projektteams, nicht alleinige Vorgabe. Die Arbeit der Schüler baut darauf auf, wird aber nicht nur durch den Input des Lehrers bestimmt. Somit entsteht ein Lernen miteinander nach dem Motto: Gemeinsames Wissen produzieren statt nur fremde Erkenntnisse konsumieren. In diesem Sinne bestimmen drei wichtige Merkmale die Arbeit des Coaches in der Design Thinking Projektarbeit: • Empathie und Verständnis für Teamarbeit • Kompetenzen eines Projektleiters und • Gestaltung der Projektarbeit durch Instruktion UND Konstruktion Literaturangaben Autenrieth, N. (1996). Was ist ein Projekt wirklich? Anmerkungen zu einem inflationär gebrauchten Begriff. Pädagogische Welt 50, 1, 16-22. Gruschka, A. (2011). Verstehen lehren. Ein Plädoyer für guten Unterricht. Stuttgart: Reclam. Hinweis: Sie können das gesamte Kapitel 6 “Rolle der Pädagogen” als PDF herunterladen.

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