Kompass

Welche Prinzipien liegen einer Lernkultur der Potenzialentfaltung zugrunde? Wie machen es die anderen? Was sind die Best Practices? Hier finden Sie zahlreiche Impulse, viele gute Beispiele und weiterführende Informationen – zu insgesamt 10 Themenfeldern. Lassen Sie sich inspirieren! Natürlich gibt es noch viel mehr gute Beispiele. Wir verstehen den Kompass als ein lernendes Instrument. Er wird sich also weiter entfalten! Ein Schwerpunkt bei den Beispielen bildet zur Zeit noch die Evangelische Schule Berlin Zentrum. Nicht, weil wir glauben, dass dies die einzige Schule ist, die Potenzialentfaltung praktisch schon umsetzt, sondern weil sie uns inspiriert und wir aus ihrem Umfeld kommen. Das wird nicht so bleiben. Der Kompass wird ständig ergänzt. Wir arbeiten daran, dass er immer vielfältiger, bunter und umfassender wird.

Einleitung

Aufbruch in eine Kultur der Potenzialentfaltung Aufgabe von Schule ist es, Kinder zukunftsfähig zu machen: ihnen Instrumente in die Hand zu geben, um in dieser Zukunft manövrierfähig zu sein. Kinder, die heute zur Schule gehen, haben eine Zukunft vor sich, die sich radikal von all dem unterscheiden wird, was wir kennen. Eine wesentliche Herausforderung ihrer Generation wird es sein, die Lebensqualität auf unserem Planeten zu erhalten, unser Zusammenleben zu gestalten und innerhalb sich rasch verändernder Ökonomien bestehen zu können. Sie müssen flexibel, erfindungsreich und lösungskompetent sein. Sie müssen in ihre eigenen Fähigkeiten vertrauen, um sich innerhalb unberechenbarer Dynamiken orientieren zu können. [>> weiterlesen …]
1. Lernen Wissen zu erwerben Vom Instruktionskonzept zu authentischen Begegnungen mit Lernstoffen Eine Lernkultur der Potenzialentfaltung gelingt dort, wo Kinder nicht mehr belehrt, sondern als selbstbestimmte Gestalter ihres Lernweges und als kreative Entdecker ihrer vielseitigen Fähigkeiten und Potenziale ernst genommen werden. Inhalt: Selbstbestimmtes und individuelles Lernen, Lernen mit digitalen Medien, Peer Teaching, Lernen durch Lehren [>> weiterlesen …]
2. Lernen zu handeln Vom Als-ob-lernen zur Wirksamkeit in realen Kontexten Kinder lernen nicht um Wissen anzuhäufen. Sie lernen, um ihr Leben, ihre Welt, unsere Gesellschaft mitgestalten zu können. Lernen ist Erfahrung – und Erlerntes in die Tat umzusetzen, braucht Erfahrung. Kinder wachsen, indem sie die Realität und das Wirken des eigenen Handelns erleben können. Inhalt: Projektbasiertes Lernen, Lernen durch Engagement, Lernen durch Herausforderung, Lernen durch Gestalten [>> weiterlesen …]
3. Lernen zusammenzuleben Vom Ich-Wettbewerb zur individualisierten Gemeinschaft Lernen zusammenzuleben bedeutet, Vielfalt und Unterschiede als Bereicherung zu erleben und somit kooperationsfähig zu werden: Alle Beteiligten können dann kompetenter mit heterogenen Gruppen umgehen und den Mut entwickeln, das zwischenmenschliche Miteinander zu gestalten. Inhalt: Zusammenleben in der Klasse, – in der Schulgemeinschaft, – in der Community, – in der Welt [>> weiterlesen …]
4. Lernen zu sein Von der direktiven Vorgabe zur intrinsischen Motivation Wer tief in Berührung mit seinen schöpferischen Kräften kommt, entwickelt Selbstbewusstsein und vertraut darauf, Einfluss auf die Dinge und die Welt nehmen zu können. Wenn Schüler ihre eigenen schöpferischen Quellen, ihre Willens(bildungs)kraft und ihre Selbstwirksamkeit erfahren, dann ist das vielleicht die wichtigste Lernerfahrung einer zukunfts- und aktionsorientierten Schule. Inhalt: Potenzialentfaltung, Sinn, Willensbildung, Selbstwirksamkeit [>> weiterlesen …]
5. Lernräume Vom Klassenzimmer zur Lernumgebung Räume können Lern- und Arbeitsprozesse unterstützen, indem sie entsprechend gestaltet werden. Schulräume sollten so flexibel sein, dass darin möglichst viele unterschiedliche Lernphasen unterstützt und angeregt werden: Konzentriertes Arbeiten ebenso wie Gruppenarbeit, Präsentieren ebenso wie Plenum, Bewegung oder Entspannung. Inhalte: Der Raum als dritter Pädagoge, Lernumgebung selbst gestalten, außerschulische Lernräume [>> weiterlesen …]
6. Rolle der Pädagogen Vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter Lernen ist mehr als Informationsaufnahme und Lehren ist mehr als Inhalte zu vermitteln, einzuüben und zu bewerten. Aus der Perspektive der Potenzialentfaltung besteht die Aufgabe der Lehrenden darin, Gelegenheitsstrukturen zu schaffen, in denen Schüler und Schülerinnen eigene Wege des Wissenserwerbs durchlaufen, Kompetenzen entwickeln und ihre individuellen Fähigkeiten entfalten können. Lehrer werden zu inspirierenden Dialogpartnern, herausfordernden Begleitern und ermutigenden Unterstützern. Inhalte: Lehrer als Tutoren, Coaches und Gestalter von Erfahrungsräumen. [>> weiterlesen …]
7. Kompetenznachweis Von der Lernkontrolle zur wertschätzenden Leistungsrückmeldung Nicht die Leistungsbewertung als Selbstzweck steht hier im Vordergrund, sondern der Prozess des Lernens selbst. Kompetenznachweise im Sinne wertschätzender Rückmeldung, verbunden mit beratender Unterstützung sind ein wesentlicher Bestandteil der Potenzialentfaltung. Inhalte: Wertschätzende Leistungsrückmeldung durch Tutorensystem, Ziel- und Bilanzgespräche, Lernentwicklungsberichte, Ich- und Talentportfolios [>> weiterlesen …]
8. Schule als lernende Organisation Von der tradierten Institution zur lernenden Schule Jede Schule ist ein eigenes System mit unterschiedlichen Individuen und Akteuren, spezifischen Voraussetzungen und zu bewältigenden Herausforderungen. Eine nachhaltige und vitale Erneuerung erfordert den Mut, neue Wege zu gehen, sich als Lernende zu begreifen, Bewährtes zu hinterfragen und sich für Ungewohntes zu öffnen. Inhalte: Schule als lebendiges und lernendes System, Kultur der Potenzialentfaltung, Organisation der Zusammenarbeit. [>> weiterlesen …]
9. Arbeitsstrukturen Von separierten Einheiten zu kollaborativen Lern-Arrangements Eine Schule, die eine Transformation zur Potenzialentfaltung vollziehen möchte, braucht entsprechende strukturelle Rahmenbedingungen. Mit dem Perspektivwechsel von der Wissensvermittlung hin zum gemeinsamen Lernen ist die Umsetzung einer neuen Lernkultur verbunden, die wiederum völlig andere Strukturen erfordert als jene, die wir von der tradierten Schule kennen. Inhalte: Lernarrangements, Stundenpläne, Strukturen der Zusammenarbeit des Schulteams [>> weiterlesen …]
10. Rolle der Eltern Vom Zuschauen zum Mitgestalten Eltern gehören neben dem Schulteam und den Schülerinnen und Schülern zu den wichtigsten Protagonisten an den Schulen: Nur in verantwortungs- und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit ihnen kann die Umgestaltung einer Schule in einen Ort der Potenzialentfaltung gelingen. Eltern möchten, sollen und können Schule mitgestalten. Inhalte: Möglichkeiten und Beispiele der Elternarbeit [>> weiterlesen …]

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